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Auf zwei Beinen und vier Pfoten zum Gipfel – Wandern mit Hund

 

Eine Luft so erfrischend wie ein Eukalyptus-Bonbon, überall rot-goldene Herbstfarben an den Berghängen, und dazwischen vier Vierbeiner und zwei Zweibeiner, die das Touren auf die Gipfel einfach nur genossen haben: mit unserer Freundin Andreja aus Slowenien und ihren drei Deutsch Kurzhaar-Mädels waren Nala und ich Anfang Oktober im Kurzurlaub in den Nordtiroler Bergen rund um Imst.

Wir sind jedes Jahr in den Bergen unterwegs, da wir die stille Natur und das Wandern einfach lieben. Unserer Erfahrung nach ist das Bergwandern mit Hund dann besonders schön für Halter und Vierbeiner, wenn man bestimmte Dinge beachtet. Hierzu ein paar Tipps:

1. Training im Vorfeld
Wie wir Menschen sollten auch die Hunde nicht totale Couch-Potatoes sein, wenn es zu den Gipfeln hinauf gehen soll. Ein bisschen Ausdauer und trainierte Muskeln gehören schon dazu, damit die Tour nicht schneller vorbei ist als gedacht – und vl. mit gesundheitlichen Problemen. Daher im Vorfeld des Urlaubs immer mal den Hund z.B. am Fahrrad laufen lassen, Joggingrunden oder stramme Wochenendwanderungen als Vorbereitung einplanen. Da es in den Bergen immer auch mal Hindernisse in Form von Bachläufen oder Felsstufen gibt, macht es auch Sinn, vorher die „Geländegängigkeit“/das Überqueren von Hindernissen zu trainieren. 

2. Ausrüstung

In den Bergen setze ich statt Halbsand lieber auf ein Geschirr, da es dem Hund mehr Atemfreiheit lässt und ich zudem durch den Haltegriff Nala in schwierigeren Passagen halten/kontrollieren und so mehr Sicherheit erzielen kann. Dazu nutze ich eine Auszieh-Laufleine, wenn noch andere Wanderer unterwegs sind, damit diese sich nicht durch einen freilaufenden Hund bedrängt fühlen. Für längere Touren habe ich auch immer etwas Futter dabei, da die Hunde durch das Auf und Ab und Hin und Her laufen natürlich auch viel Energie verbrauchen. Es gibt im Handel dafür spezielle Snacks, die schnell und ohne zu belasten Energie zur Verfügung stellen. Auch Trockenfleisch ist dafür sehr gut geeignet. Immer dabei sein sollte ausreichend Wasser für den Hund. Ich nutze eine spezielle Hunde-Trinkflasche, die bereits eine Art Napf als Verschluss dabei hat und sehr praktisch ist und wenig Platz wegnimmt. Da man nie weiß, was zwischendurch passiert, habe ich neben dem Erste-Hilfe-Set für Menschen auch immer eines für den Hund dabei – plus ein Desinfektionsspray und Bach-Erste Hilfe-Tropfen.

3. Planung

Bevor es vor Ort schließlich auf Touren geht, hole ich mir immer einen guten Bergführer/ein Kartenset und plane genau, wo wir längs gehen wollen. Dabei achte ich natürlich auf die Länge der Tour, aber auch auf die Höhenmeter, die zurückgelegt werden sollen, und auf die Art des Geländes. Steiles/gerölliges Gelände versuche ich mit Hund immer zu vermeiden. Dass der Hund – wenn er in den Bergen frei laufen soll – in jeder Geländeform aus Sicherheitsgründen gut im Gehorsam stehen muss, ist denke ich klar. Schließlich plane ich für den Hund und mich immer ausreichend Pausen ein – und vermeide es, bei extremen Wetterbedingungen (große Hitze/starker Regen) in den Bergen unterwegs zu sein.

Und nun – viel Spaß beim selber losziehen 😉 !

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