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Schutz gegen Zecken

Dieses Jahr war es der 22. März: der Tag, an dem ich die erste Zecke sah. Ich saß als „Opfer“ versteckt im Wald für einen Hund aus unserer Rettungshundestaffel, als es plötzlich auf meinem Handrücken kribbelte und das Viech dort krabbelte. Nachdem Nala an dem Tag gesucht hatte, pflückte ich auch ihr ein Exemplar aus dem Fell. Also heißt es jetzt wieder: Schutz muss her. Denn anhand der Erlebnisse meines Umfeldes kann ich bestätigen, dass die Zecken mit Krankheitserregern auch im Norden angekommen sind. Ich kenne allein drei Hunde rund um Hamburg, die sich 2014 mit Anaplasmose infiziert haben – und zwei, die Borreliose hatten. 

Viele machen ja aus dem „richtigen“ Zeckenschutz fast einen Glaubenskrieg: Chemie oder Natur – da gehen die Meinungen weit auseinander. Ich persönlich habe mich für den Mittelweg entschieden: Sind wir in Gebieten, in denen die Zeckenpopulation, die Borreliose/Anaplasmose etc. überträgt, sehr groß ist (z.B. in Bayern oder Slowenien), setze ich auf chemische Spot Ons – ich mag die Chemie-Halsbänder einfach nicht. Sind wir dagegen Zuhause, beschränke ich mich auf die natürlichen Präparate und habe bislang mit diesen zwei sehr gute Erfahrungen gemacht:

Äußerlich wende ich Bio-Kokosöl an. Dafür nehme ich etwa eine haselnussgroße Menge, reibe sie zwischen den Händen solange, bis sie flüssig ist, und streiche damit Nalas Fell vom Kopf über den Rücken bis entlang der Beine und am Bauch damit ab. Kokosöl enthält einen sehr hohen Laurinsäuregehalt. Laurinsäure ist eine Fettsäure, die laut Labortests der FU Berlin in einer Lösung mit einer Konzentration von bereits 10% zwischen 80 und 100 Prozent der Zecken abschreckt.  Diese Wirkung äußerte sich so, dass sich die Zecken, die auf mit Kokosöl behandelte Haut von Menschen gesetzt wurden, so schnell wie möglich fallen ließen. 

Als zweites setze ich auch von innen auf einen natürlichen Zeckenschutz, und zwar auf Schwarzkümmelöl. Ein Schüler hatte mit einer Studie dazu 2014 bei „Jugend forscht“ erfolgreich teilgenommen. Er hatte in seinem Projekt nachgewiesen, dass Zecken Schweiß und Blut meiden, denen Schwarzkümmelöl  zugesetzt ist – und das auch schon bei äußerst geringen Mengen. Daher mische ich jeden Tag bei der Morgenfütterung einen halben Teelöffel dem Futter zu. Dafür nehme ich die MUSH-Bällchen, zerbrösel sie etwas, füge Ein bisschen warmes Wasser hinzu – und eben die kleine Menge Öl. Nala mag diese „Mush-Schwarzkümmelöl-Suppe“ sehr. Und ich bin froh, dass wir mit Hilfe der beiden natürlichen Anti-Zecken-Mittel im vergangenen Jahr nur eine festgebissene Zecke entfernen mussten.

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