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Wissen Sie eigentlich was alles im Hundefutter enthalten ist?

Die Etiketten auf den Hundefutter-Verpackungen weisen meist eine Menge Informationen auf und oftmals ist es schwierig zu verstehen, was sich hinter den komplexen Bezeichnungen verbirgt. Es kann einige Zeit in Anspruch nehmen, um alles zu entschlüsseln. Gleichzeitig verwenden verschiedene Hersteller unterschiedliche Begriffe. Eine ganz andere Frage ist, ob die Informationen auf der Verpackung mit dem tatsächlichen Inhalt übereinstimmen.

Die meisten Menschen verlassen sich vollständig  auf die Nährwertangaben, welche sich auf der Verpackung befinden,  ohne darüber nachzudenken, woher diese Informationen stammen.

Wenn Sie Interesse an der Ernährung des Hundes haben, sehen Sie sich den Dokumentarfilm „ A dog`s breakfast“ an. In diesem Film wird das Hundefutter aus alten Schuhen, Motoröl und Vitamin- Pulvermischung hergestellt. Danach wird das Futter an AAFCO und FEDIAF geschickt um den Nährstoffgehalt zu analysieren. Das Ergebnis war: „ Ausgewogen und zum Verzehr geeignet“

Also, wenn alte Schuhe, Motoröl und Vitamin -Pulvermischung in Ordnung sind, was noch alles könnte im Futter enthalten sein? Theoretisch: Alles!

Hundebesitzer wollen nur das Beste für Ihren Vierbeiner und auf dem ersten Blick gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten um einen Hund gesund zu ernähren – bis zu dem Zeitpunkt, wo sie genauer hinschauen!

Die Wahrheit ist, dass ca. 90 % aller Hundefutter Marken, unabhängig davon, ob sie in Zoofachhandel oder Supermärkten  verkauft werden,  ein paar Cent oder mehrere Euro Kosten, zu den 5 größten Herstellern gehören.

 Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, lesen Sie bitte das Buch „Foods pets die for“  von Ann N. Martin.

Was sagt das Gesetz?

Die Hersteller sind gesetzlich dazu verpflichtet die Zutaten auf der Verpackung anzugeben, aber es erfordert keine ausführliche Beschreibung. Diese Rechtsvorschriften lassen sich einfach umgehen.

Die Gesetze und Vorschriften für die  Zutatenliste sind nicht anwendbar für den Rest der Informationen, die auf der Verpackung zu finden sind.

Als Beispiel: Wenn auf der Verpackung draufsteht: “Hähnchen mit Reis Mahlzeit“, ist es sehr wahrscheinlich, dass  die Hauptzutaten   nicht Hähnchen und nicht Reis sind. Und wenn es auf der Packung draufsteht, dass das Futter 70% Fleisch enthalten soll, stellt sich oftmals heraus, dass diese Angaben nicht korrekt sind.  Die Regelungen für sogenannte “Marketing Texte” ermöglicht es, dass die Realität verzerrt werden kann.

Wenn der Hund mit der Trockennahrung gefüttert wird, denken die Besitzer in der Regel, sie wissen was der Hund frisst auch wenn sie sich nur ganz wenig Zeit nehmen um sich die Zutatenliste anzuschauen und zu verstehen, was hinter den komplexen Begriffen sich verbirgt.

Es ist schwer, wenn nicht fast unmöglich die Herkunft aller Zutaten zurückzuverfolgen.

Zum Beispiel: Das Produkt enthält Getreide. Wenn Sie den Hersteller kontaktieren, um zu erfahren woher die Zutaten stammen,  kommt es leider sehr selten vor, dass Sie eine genaue Antwort bekommen.  Der Hersteller kann sagen, wo er das Getreide gekauft hat, aber sehr selten, wo das Getreide seinen Ursprung hat. Ebenfalls ist es zu erwähnen, dass meistens nur die Getreide-Abfallprodukte in der Produktion verwendet werden.

Wir werden später auf dieses Thema zurückkommen.

Die Aussage auf der Verpackung, dass das Produkt 70 % Fleisch enthält, ist meistens falsch. Normalerweise wird kein echtes Fleisch, das heißt, kein Muskelfleisch von Tieren bei der Produktion von Trockenfutter verarbeitet. Meistens wird Knochen- oder Fleischmehl verwendet. Das Fleischmehl ist ein hergestelltes Pulver von sogenannten „tierischen Nebenerzeugnissen“  und es kann wirklich alles sein, was vom Tier stammt – Hufe, Federn, Wolle, Hörner, Hühnerfüße, Hühnerschnäbel und so weiter. In dem Dokumentarfilm „ The truth about dog food“ wird dieses Thema viel tiefer betrachtet.

Richtige Qualität zum richtigen Preis?

Leider nein! Wenn sie den Preis für das Fleisch mit dem Preis für das Trockenfutter vergleichen, können sie nur Vermutungen anstellen, aber es macht keinen klaren Überblick über das Preis-Leistungs-Verhältnis. Wenn die Zusammensetzung auf der Verpackung angibt, dass das Produkt Hühnerfleisch und Knochen enthält, ist es sehr wahrscheinlich, dass es eine Mischung aus Hühnerfüßen, -schnäbeln und -federn ist – unabhängig vom Preis.

Natürlich gibt es auch Ausnahmen und dieses  ist einfach zu erkennen. Auf der Verpackung ist in der Regel die Menge der “Asche”/ „Rohasche“ deklariert. Die Rohasche im Hundefutter ist kein besonderer Zusatzstoff, der das Hundefutter anreichert oder haltbar macht.  Damit wird angegeben welche Menge an Mineralstoffen übrig bleiben würde, wenn das Futter verbrannt würde. Ein gewisser Gehalt an Rohasche ist essentiell, da die darin enthaltenen Mineralstoffe (wie Kalium, Kalzium und Magnesium) für den Hund lebenswichtig sind. Zu hoch sollte der Wert jedoch auch nicht sein, da die anorganischen Stoffe keine Energie enthalten und langfristig die Nieren belasten können.

Komplexe Begriffe statt einfacher Aufzählung der Zutaten!

”Tierische Nebenerzeugnisse ” ist sogenannter  ”Sammelbegriff”. Dieser Begriff ist weit verbreitet, aber es sagt nicht viel über die in dem Hundefutter verwendeten Rohstoffe. Trotzdem wird es von Regulierungsbehörden akzeptiert diesen Begriff zu verwenden.  Tierische Nebenprodukte werden definiert als ganze Tierkörper, Tierkörperteile oder Erzeugnisse tierischen Ursprungs, die nicht für den menschlichen Verzehr geeignet sind. Ein weit verbreiteter “Händlertrick”  ist, dass die Zutaten, welche man gerne angeben möchte, als  einzelne Zutaten aufgeführt werden ( die “guten” Zutaten) und die Zutaten, die man gerne verbergen möchte, in einem Sammelbegriff zusammenfast werden ( die „schlechten“ Zutaten) .

Wenn auf der Zutatenliste kein „Sammelbegriff“ oder keine komplexe Bezeichnungen, sondern nur echte und erkennbare Rohstoffe zu finden sie, ist es sehr wahrscheinlich, dass es ein gutes Futter ist. Leider findet man kaum solche Produkte auf dem Markt.

Darum sind wir so stolz auf MUSH, da wir  jeden einzelnen Rohstoff  auf unserer Zutatenliste angeben können, ohne etwas verstecken zu müssen.

Möchten Sie mehr erfahren? In den nächsten Blog Beitrag wollen wir dieses wichtige Thema näher beleuchten.  

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